Valora ist auf Kurs und sieht sich für die Zukunft gut gerüstet

Die in Muttenz bei Basel beheimatete Detailhandels- und Kioskgruppe Valora musste im vergangenen Geschäftsjahr bei Nettoumsatz und Reingewinn Rückgänge verzeichnen, währenddessen der Gewinn auf Stufe Ebit um mehr als neun Prozent zulegen konnte. Das Unternehmen, das sich selber - nicht zuletzt aufgrund von Akquisitionen wie beispielweise Backwerk oder Pretzl Baron gut auf Kurs sieht, beabsichtigt weiter zu wachsen.

Valora-CEO Michael Mueller, anlässlich der Bilanzmedienkonferenz am 28. Februar 2018 in Zürich. Bild: Robert Altermatt

Die Gesamterlöse von Valora gingen 2017 gegenüber dem Vorjahr von 2,095 Milliarden Franken leicht um 0,9 Prozent auf 2,075 Milliarden Franken zurück. Während der Reingewinn um fast zehn Prozent auf 57,1 Millionen Franken schmolz, legte der Gewinn (Ebit) im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Prozent auf 79 Millionen Franken zu. Der Aussenumsatz schliesslich schloss mit 2,574 Millarden Franken leicht unter Vorjahr (-0,5 Prozent).


«2017 war für Valora ein super-erfreuliches Jahr»
Valora-CFO Tobias Knechtle strich an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich sowohl den Ebit-Gewinn von 79 Millionen Franken als auch die positive Gesamtentwicklung heraus: «Operativ haben wir ein sehr starkes Ergebnis erzielt. Ja, wir haben Akquisitionen getätigt, aber wir haben diese konservativ über Eigenkapital finanziert. Damit sind wir auch bereit für ein weiteres Wachstum. Alles in allem konstatiere ich, dass 2017 für Valora ein super-erfreuliches Jahr war.»


Valora möchte künftig den Fokus seiner Geschäftsaktivitäten stärker auf den Bereich Food Service legen. Dabei soll auch das Frische-Segment deutlich gestärkt und ausgebaut werden. Gleichzeitig beabsichtigt der Retail- und Kiosk-Konzern, sein Stammgeschäft Retail auszubauen. Michael Mueller, CEO von Valora, erklärte in Zürich: «Das Geschäftsjahr 2017 war ein Jahr mit einem erfreulichen Ergebnis, wichtigen Weichenstellungen für unser weiteres Wachstum mit den Akquisitionen von BackWerk und Pretzel Baron, den Investitionen in unsere Produktionskapazitäten sowie der Umsetzung unserer langfristigen Finanzierungsstrategie. All dies schafft eine ausgezeichnete Basis für unsere weitere Entwicklung mit einer Stärkung des Kerngeschäfts und für unsere internationale Expansion.»


Die mit einer Kapitalerhöhung finanzierte Akquisition von «Back Werk» in Deutschland und der Zukauf von «Pretzel Baron» in den USA haben den Grundstein für die internationale Expansion. Wie Michael Mueller mitteilte, stehe der Ausbau beziehungsweise die Neukonzeptionierung des Ladenformats «Avec» im Vordergrund.


Für Zukunft gut gerüstet

Der Valora-CEO sieht das Unternehmen für die Weiterentwicklung gut gerüstet. Das Unternehmen werde weiter wachsen. Die Unternehmensspitze rechnet bis frühestens 2020 mit einer operativen Marge von fünf Prozent und einer Bruttogewinnmarge von 45 Prozent. 2017 lag Valoras Ebit-Marge bei 3,8 Prozent und die Bruttogewinnmarge bei 41,8 Prozent.

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