Schweizer Detailhandel: Reduktionsziel bezüglich Plastiksäcken bereits übertroffen

Der Verbrauch von Einweg-Plastiksäcken konnte im Jahr 2017 gegenüber dem Jahr 2016 um gut 84 Prozent verringert werden. Dies zeigen die im Rahmen einer entsprechenden Branchenvereinbarung durch die Swiss Retail Federation und die IG Detailhandel Schweiz erhobenen Zahlen.

Bild: Robert Altermatt

Im Oktober 2016 haben die Swiss Retail Federation und die IG Detailhandel Schweiz die «Branchenvereinbarung zur Verringerung des Verbrauchs von Einweg-Plastiksäcken» abgeschlossen. Ihr haben sich inzwischen über 30 Unternehmen aus dem Lebensmitteldetailhandel angeschlossen. Mit der Branchenvereinbarung sollte der Verbrauch von Einweg-Plastiksäcken an Kassen, an denen im Wesentlichen Lebensmittel verkauft werden, bis 2025 um rund 70 bis 80 Prozent verringert werden. Dies in erster Linie, indem sich die Unternehmen mit der Unterzeichnung der Vereinbarung verpflichteten, ab Anfang 2018 an solchen Kassen keine kostenlosen Einweg-Plastiksäcke mehr abzugeben.

 

Zielvorgabe übertroffen
Gemäss den unter den unterzeichnenden Unternehmen erhobenen Zahlen wurden im Jahr 2016 417'781'000 Einweg-Plastiksäcke abgegeben, im Jahr 2017 noch 66'112’000. Das ergibt eine Abnahme um gut 84 Prozent. Damit wurde das Reduktionsziel früher erreicht bzw. bereits übertroffen, bevor die eigentliche Selbstverpflichtung gemäss Branchenvereinbarung überhaupt zum Tragen gekommen wäre.

 

Die Detailhandelsbranche hatte die Vereinbarung abgeschlossen, um anstelle des in der Motion «Stopp der Verschmutzung durch Wegwerf-Plastiksäcke» vorgesehenen Verbots einen pragmatischen und kundenfreundlichen Weg zum Ziel der Verringerung der Plastikabfälle zu finden. Die Zahlen zeigen, dass mit einer auf Freiwilligkeit basierenden Lösung zeitnahe eine massive Reduktion erreicht werden konnte.

NEWS

© Copyright 2015 - swissprofessionalmedia AG