OVS-Kleiderkette steht in der Schweiz vor dem Konkurs

Erneut ein Paukenschlag der besonderen Art im Schweizer Mode-Detailhandel. Die Betreiberin der Schweizer OVS-Kleidergeschäfte steht vor dem Konkurs. Betroffen sind rund 1150 Mitarbeitende. OVS hatte 2016 das serbelnde Schweizer Modehaus Charles Vögele gekauft und sukzessive deren Filialen in OVS-Geschäfte umgewandelt.

Gehört bald schon wieder der Vergangenheit an: OVS-Filiale im Basler Quartier Gundeldingen. Bild: Robert Altermatt

Sempione Fashion, die Betreiberin der Schweizer Kleidergeschäfte des italienischen Modekonzerns OVS, steht vor dem Konkurs. Der Verwaltungsrat der Kleiderladen-Kette hat beim Bezirksgericht Höfe ein Gesuch um provisorische Nachlassstundung eingereicht, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte. Dieses Gesuch sei bewilligt worden, hiess es weiter. Die Fäden bei Sempione Fashion hat nun ein Sachwalter in den Händen. Es besteht die Gefahr, dass dabei in der Schweiz rund 1150 OVS-Mitarbeitende ihren Job verlieren.

In der Schweiz alles andere als profitabel
Trotz umfangreicher Anstrengungen, Sparmassnahmen und Investitionen habe die Gesellschaft bisher keine profitable Basis für ihr Schweizer Geschäft erreicht, heisst es weiter. Die Marke OVS habe sich nicht wie gewünscht am Schweizer Markt positioniert. Die anhaltend ungenügenden Umsätze hätten daher zu massiven finanziellen Engpässen geführt, so das Unternehmen.

Die rund 140 OVS-Geschäfte in der Schweiz entstanden aus den ehemaligen Filialen des Schweizer Modekonzerns Charles Vögele, der im Dezember 2016 an OVS verkauft worden war. Der OVS-Konzern ist an der Mailänder Börse kotiert.

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