Agrar-Genossenschaft Fenaco erzielt bestes Ergebnis ihrer Geschichte

Die Schweizer Agrar-Genossenschaft Fenaco verbesserte im vergangenen Geschäftsjahr 2017 ihren Nettoerlös um 5,3 Prozent auf rund 6,3 Milliarden Franken. Mit einem Betriebsergebnis auf Stufe EBIT von 129 Millionen Franken erzielte der Fenaco-Konzern 2017 das beste Ergebnis in seiner 25-jährigen Geschichte. Das Unternehmensergebnis betrug 99 Millionen Franken. Aufgrund der positiven Entwicklung haben sich Verwaltung und Geschäftsleitung von Fenaco dazu entschlossen, erstmals eine direkte Erfolgsbeteiligung an Landi-Mitglieder, welche einen landwirtschaftlichen Betrieb führen, auszuzahlen.

Martin Keller, Vorsitzender der Geschäftsleitung Fenaco und Leiter Division Unternehmensentwicklung, anlässlich der Bilanzmedienkonferenz in Bern am 16. Mai 2018. Bild: Robert Altermatt

Martin Keller, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Fenaco Genossenschaft und Leiter Division Unternehmensentwicklung, erklärte in Bern anlässlich der Bilanzmedienkonferenz mit Stolz erfüllter Stimme, dass die Fenaco-Genossenschaft für das Geschäftsjahr 2017 das beste Geschäftsergebnis seit ihrer Gründung vor 25 Jahren erzielt habe. In der Tat: Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 2017 rund 129 Millionen Franken, was einer Steigerung von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Unternehmensergebnis stieg von 97 Millionen Franken auf 99 Millionen Franken. Der Nettoerlös stieg um 5,3 Prozent auf 6,26 Milliarden Franken. Fenaco, zu der heute unter anderen so bekannte Marken wie beispielsweise Volg, Landi, UFA, Ramseier, Bison Schweiz AG oder Agrola gehören, wurde am 24. September 1993 im Restaurant Linde in der Berner Gemeinde Uettligen gegründet.

 

Wachstum aus eigener Kraft
Beim Nettoerlös erfolgte das Wachstum zu zwei Dritteln aus eigener Kraft, sowohl preisbedingt als auch dank Marktanteilsgewinnen in allen vier Geschäftsfeldern Agrar, Lebensmittelindustrie, Detailhandel und Energie. Die erfreuliche Entwicklung zeigt, dass Fenaco dank ihrem Wachstum insbesondere im Detailhandel und in der Energie, den konstanten Effizienzsteigerungen und einer konsequenten Kostenkontrolle auf dem richtigen Weg ist.

 

Daniel Zurlinden, Leiter Division Finanzen/Dienste, sagte vor den Medienschaffenden: «Fenaco konnte das Wachstum der letzten 25 Jahre mit selbst erarbeiteten Mitteln finanzieren, was nicht zuletzt auch den genossenschaftlichen Zielen entspricht. Fenaco steht heute auf einer finanziell sehr stabilen Basis.»

 

Im Geschäftsfeld Agrar stieg der Nettoerlös um 2,5 Prozent auf 1,79 Milliarden Franken, vorwiegend aufgrund der Akquisition des Landtechnikanbieters Dousset Matelin in Frankreich, aber auch dank Marktanteilsgewinnen. Das Geschäftsfeld Lebensmittelindustrie erzielt in einem umkämpften Markt einen um 0,9 Prozent tieferen Nettoerlös in der Höhe von 1,25 Milliarden Franken. Der Rückgang ist auf die tieferen Nettoerlöse in den Geschäftsbereichen Fleisch und Getränke zurückzuführen. Das Geschäftsfeld Detailhandel steigerte seinen Nettoerlös um 6 Prozent auf 1,96 Milliarden Franken. Die Detailhändler Volg wie auch Landi konnten Marktanteile gewinnen. Zum Wachstum beigetragen haben auch die Akquisition des Detailhandelsgrossisten Cadar sowie der Einstieg in den Online-Handel (bei Volg und Landi). Im Geschäftsfeld Energie stieg der Nettoerlös um 16,7 Prozent auf 1,14 Milliarden Franken, insbesondere dank Agrola, welche das Absatzvolumen erhöhen und Marktanteile gewinnen konnte.

 

Erstmals Erfolgsbeteiligung für Mitglieder
Aufgrund der positiven Entwicklung lanciert Faenaco anlässlich ihres 25-Jahr-Jubiläums eine Erfolgsbeteiligung für die rund 22'000 Landi-Mitglieder, welche einen landwirtschaftlichen Betrieb führen. Sie dürfen sich auf ein Geschenkpaket wie auf eine Rückvergütung zwischen 200 und 1000 Franken freuen, sofern sie sich für die Teilnahme anmelden.

 

In der abschliessenden Frage- und Antwortrunde mit den Medienschaffenden kam der Geschäftsleitungsvorsitzende Martin Keller unter anderem auf das Thema Digitalisierung zu sprechen. Weshalb Fenaco die Digitalisierung der Schweizer Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft vorantreibt, dazu sagte Keller: «Wir sind davon überzeugt, dass einerseits der administrative Aufwand und die Kontrollpflichten, die die Schweizer Bauern leisten müssen, mittlerweile zu gross geworden sind und dass die Digitalisierung diesbezüglich uns helfen kann, künftig massive Vereinfachungen zu erwirken.» Der zweite Grund, warum Fenaco sich für die Digitalisierung der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft engagiere, bestehe in der Chance, die vielen Vorteile, welche die Schweizer Landwirtschaft habe, zu nutzen. Keller: «Die Vorteile der Schweizer Landwirtschaft - die Nachhaltigkeit, der Ressourcenschutz, die kurzen Wege, das Tierwohl und die Rückverfolgbarkeit - dass wir diese Aspekte alle digital abbilden könnten, das stellt für uns eine Riesen-Chance dar.»

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