Die Aluminium-Kaffeekapseln von Nespresso und Drittanbietern sind gefragt. Für Migros-Tochter Delica und Nespresso könnte das Recycling unter Schweizer Konsumenten jedoch noch besser sein. Mit der neuen Organisation «Swiss Aluminium Capsule Recycling» wollen Nespresso und Delica das Einsammeln von Kaffeekapseln noch emsiger vorantreiben und weitere Partner gewinnen.
Konkret wollen Nespresso und Delica eine «umfassende Lösung auf Branchenebene» fördern, die möglichst einheitlich organisiert ist, wie es in einer Mitteilung der neuen Organisation heisst. Alle Alu-Kapsel-Hersteller, die der Non-Profit-Organisation als Mitglieder beitreten würden, erhielten demzufolge eine existierende Recycling-Infrastruktur, die von Nespresso ausgebaut und seit Anfang Jahr von Delica mitgenutzt wird.
Recyclingquote von 75 Prozent
Zu Beginn der Partnerschaft mit Delica im Januar 2020 lag die Recyclingrate für Nespresso-Kapseln bei 58 Prozent. Das Ziel von «Swiss Aluminium Capsule Recycling» sei es, die Recycling-Quote der Alukapseln bis zum Jahr 2025 auf 75 Prozent anzuheben. Zur Steigerung dieser Quote soll auch ein neues Piktogramm beitragen.
Das einheitliche, wiedererkennbare Zeichen im Alltag soll die Konsumentinnen und Konsumenten daran erinnern, dass die Aluminium-Kapseln nicht in den normalen Abfallsack, sondern separat gesammelt und rezykliert werden sollten. Die Mitglieder müssen sich verpflichten, das Symbol beispielsweise auf Infomaterialien oder auch an den Rückgabeorten sichtbar anzubringen. Für die Wiederaufbereitung der Kapseln ist die Groupe Barec im waadtländischen Moudon verantwortlich.