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Unternehmen und Märkte

GfK: Schweizer Detailhandel im Minus

GfK: Schweizer Detailhandel im Minus
Bild: Robert Altermatt

Der GfK Markt Monitor Schweizer Detailhandel hat sich in den ersten drei Quartalen 2022 rückläufig mit einem Minus von 3.5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode entwickelt. Non-Food verzeichnet einen Rückgang von minus 1,5 Prozent und Food-/ Near-Food verläuft ebenfalls rückläufig mit minus 4,8 Prozent. Verglichen mit dem Ergebnis vor der Pandemie 2019 stehe der Schweizer Detailhandel per Ende September 2022 aber bei einem deutlichen Plus von 5 Prozent, so GfK.

Die Corona-Pandemiebedingten Einflüsse für Geschäfte und Produkte des nichtalltäglichen Bedarfs auf das Non-Food-Ergebnis des GfK Markt Monitors wirken sich im dritten Quartal 2022 etwas weniger stark aus und die seit den Monaten Mai und Juni 2022 erkennbare Abflachung geht weiter.

Freizeit liegt in Bezug auf kumuliertes Wachstum an der Spitze. Dies ist unter anderem auf die vermehrte Reisetätigkeit und die Erholung im Bereich Reisegepäck zurückzuführen. Bei Spielwaren verläuft die Entwicklung im drei Quartal 2022 eher flach, bei Sport leicht positiv.

Fashion erholt sich

Im Fashion-Markt geht die Erholung und der Zuwachs in allen Bereichen weiter. In den warmen Sommermonaten gehörte alles rund um die Bade- und Strandbekleidung und Sommerschuhe zu den Topsellern, ab September wurde wärmere Bekleidung wie Mäntel, Pullover, Jacken sowie auch Regenbekleidung stärker nachgefragt. Generell legten sich laut GfK Herr und Frau Schweizer ein Budget bereit, um sich neu einzukleiden - dies nicht nur für die Ferienreise, sondern auch in der Freizeit, beim Kulturbesuch und im Office finden neue Outfits ihren Platz.

Der Einrichtungs-Sedktor und auch der Heimwerkerbereich (DIY) hingegen sind per Ende September 2022 rückläufig. Die DIY- und Gartengeschäfte waren im Jahr 2021 vom Lockdown nicht betroffen und profitierten im Vorjahr enorm. Dies wirkt sich im Vergleich mit 2022 in Rückgängen in Bereichen wie Heimwerker, Reparaturen und Garten aus. Folgende Warengruppen entwickeln sich dennoch positiv und erfahren eine starke Nachfrage aufgrund der aktuellen globalen Unsicherheiten: Brennholz, Flüssiggas, Kompressoren/Generatoren, Elektroinstallationen sowie auch Kerzen und Taschenlampen.

Heimelektronik rückläufig

Heimelektronik zeigt sich ebenfalls rückläufig. Dies ist grösstenteils auf sehr volle Lager zurückzuführen, was den bereits erhöhten Preisdruck weiter intensiviert; dies insbesondere bei Premium-Produkten.

Das Online-Shopping verläuft im Vergleich mit den hohen Vorjahresergebnissen rückläufig mit einem Minus von knapp drei Prozent, erholt sich aber Monat für Monat und liegt im dritten Quartal 2022 bereits wieder über den Vorjahresmonaten.
 
Zuguterletzt wagt das Marktforschungsinstitut GfK einen Blick in die Zukunft. Konjunkturprognose: Die Expertengruppe für Konjunkturprognosen des Bundes senkt ihre Wachstumsprognose für die Schweiz deutlich auf 2,0 Prozent im Jahr 2022 sowie auf 1,1 Prozent im Jahr 2023 (Sportevent-bereinigtes BIP). Die Schweizer Wirtschaft blickt auf ein positives erstes Halbjahr 2022 zurück, die Aussichten haben sich laut Expertengruppe jedoch verschlechtert. Die angespannte Energielage und starke Preisanstiege belasten die Aussichten, vor allem in Europa, verlautet die Expertengruppe.

Für das Jahr 2022 wird eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent erwartet; für das Jahr 2023 erwartet das Bundesamt für Statistik (BFS) eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 2.3 Prozent.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) erwartet für 2022 eine Jahresteuerung von 3,0 Prozent und für das Jahr 2023 von 2,3 Prozent.

www.gfk.com/de-ch