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Unternehmen und Märkte

Dufry kehrt 2016 in die Gewinnzone zurück

Bild: Dufry

Das weltweit tätige Reisedetailhandelsunternehmen Dufry mit Hauptsitz in Basel hat im Geschäftsjahr 2016 nach einem Verlust im Vorjahr wieder einen Gewinn erzielt. Dufry verbuchte 2016 einen Nettogewinn von 45.8 Millionen Franken und generierte einen Umsatz von 7.83 Milliarden Franken. Die kurzzeitige Durststrecke ist überwunden, das Unternehmen wächst wieder – und die Übernahme vom Mitbewerber World Duty Free (WDF) beginnt sich auszuzahlen.

Nach einem Verlust von 36.9 Millionen Franken im Jahr 2015 ist Dufry 2016 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Reingewinn belief sich auf 45.8 Millionen Franken. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) hat sich mehr als verdoppelt und erreichte 272.6 Millionen Franken.

Die 3.5 Milliarde Franken teure Übernahme von World Duty Free (WDF) führte 2015 zu Sonderkosten und so zum Verlust. Im Jahr 2016 führte die Integration des Unternehmens jedoch bereits zu mehr Wachstum. Dies zeigte sich insbesondere beim Umsatz, der um 27.5 Prozent auf 7.83 Milliarden Franken zulegte.

Beim organischen Wachstum schnitt 2016 Nordamerika am besten ab (+4,5 Prozent). In Grossbritannien sowie Mittel- und Osteuropa betrug das organische Wachstum 3,9 Prozent. Ein leichtes Wachstum von 0,4 Prozent wurde weiter in der Region Asien, Naher Osten und Australien erzielt. In Russland, Lateinamerika, Südeuropa und Afrika musste das Unternehmen hingegen einen Rückgang hinnehmen.

Dufry strebt künftig ein jährliches organisches Wachstum von 5 bis 6 Prozent an. Dazu soll insbesondere in den Umbau von Ladenflächen sowie in digitale Angebote investiert werden. Für 2017 ist zudem die Eröffnung von 22.000 Quadratmetern an neuen Ladenflächen geplant. Ein besonderes Potenzial ortet Dufry in den asiatischen Märkten, im Mittleren Osten und in Lateinamerika. Alleine in der Region Asien möchte das Unternehmen seinen Umsatz in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Dufry betreibt knapp 2200 Shops in 64 Ländern, dies hauptsächlich an Flughäfen.