Firmengründungen sind weiter auf Rekordkurs
Das IFJ Institut für Jungunternehmen hat den ersten Halbjahresbericht 2026 veröffentlicht. Danach wurden im ersten Halbjahr des Jahres 28‘538 Firmen neu gegründet. Damit bleibt laut einer Mitteilung die Schweiz ein attraktives Land für Firmenneugründungen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegt die Zahl der Gründungen um 2,6 Prozent und verzeichnet damit ein neues Rekordhoch.

Bei der Analyse der Daten zeigte sich, dass nicht die bevölkerungsstärksten Kantone auch die meisten Firmengründungen verzeichneten. So zeigte der Kanton Zürich mit 5206 zwar die meisten Neugründungen an, gemessen an seiner Bevölkerung erreichte der Kanton mit 32,1 Gründungen je 10‘000 Einwohner nur den siebten Rang. Hier sticht der Kanton Zug mit 132,1 Gründungen je 10‘000 Einwohner (absolut: 1767) deutlich hervor.
„Die Analyse macht deutlich, dass ein ausgeprägter Unternehmergeist nicht allein von der Grösse beziehungsweise der Einwohner eines Kantons abhängt“, wird Simon May, Co-Geschäftsführer des IFJ, in der Mitteilung zitiert. „Während grosse Wirtschaftszentren die höchsten absoluten Gründungszahlen verzeichnen, weisen kleinere Kantone gemessen an ihrer Bevölkerungszahl teilweise eine merklich höhere Gründungsintensität auf. Hält die Entwicklung der Gründungsaktivität im zweiten Halbjahr an, besteht die Chance auf einen neues Rekordjahr in der Schweiz. Aktuell gibt es keine Indizien, dass die Anzahl neuer Firmen abnimmt. Ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort.“
Im Vergleich der Grossregionen liegt das Tessin mit einem Zuwachs von 14,2 Prozent vor Espace Mittelland (+4,2 Prozent) und der Zentralschweiz (+3,3 Prozent). Zu den Kantonen mit geringeren Neugründungen zählen Basel-Stadt (-8,5 Prozent), Nidwalden (-3,1 Prozent) und Obwalden (-19,5 Prozent). Im Branchenvergleich wurden die meisten Firmen im Beratungssektor gegründet, vor der Immobilienbranche, Handwerk und Architektur/Ingenieurwesen.