1. Juni 2026

Tech-Industrie sieht punktuelle Erholung

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie hat ihre Umsätze im ersten Quartal um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Das geht laut einer Mitteilung aus dem quartalsweise erhobenen Swissmem-Index hervor. Vom Wachstum haben allerdings vor allem Grossunternehmen profitiert. Der Umsatz der KMU sank um 1,8 Prozent.

Nussbaum Stahl Sanitär Firma Schweiz
Bild: Robert Altermatt

Die bereits im zweiten Halbjahr 2025 begonnene leichte Erholung könnte weiter anhalten. So stiegen die Auftragseingänge im ersten Quartal um 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Auslastung der Kapazität stabilisiert sich bei 81,6 Prozent. Die Beschäftigung ist leicht um 0,4 Prozent auf 324‘200 Mitarbeitende gestiegen.

Die Exporte stiegen im ersten Quartal um 1,1 Prozent, getrieben vor allem durch ein Wachstum der Exporte in die EU um 3,9 Prozent. Die Exporte nach Asien sanken um 4,5 Prozent, die in den USA um 4,2 Prozent.

Swissmem-Direktor Stefan Brupbacher zeigt sich erfreut über die Fortsetzung der Erholung. «Das aktuelle Bild macht Mut», wird er in der Mitteilung zitiert. Er warnt aber vor Risiken wie einer Eskalation im Nahen Osten, steigenden Energiepreisen, Lieferkettenengpässen, neuen US-Zöllen oder EU-Restriktionen. «Sie könnten über Nacht den positiven Trend abwürgen.»

Umso wichtiger sind aus der Sicht von Swissmem-Präsident Martin Hirzel die richtigen Rahmenbedingungen. Er lehnt zusätzliche Lohnprozente zur Finanzierung der 13. AHV-Rente ebenso ab wie die Initiative der SVP zur Beschränkung der Einwanderung, über die am 14. Juni abgestimmt wird. «Der Wohlstand der Schweiz basiert auf einer starken Exportwirtschaft. Sie braucht gute Rahmenbedingungen», so Hirzel.