Schweizer Banken sind wieder auf Wachstumspfad

 

 

Basel - Der Schweizer Bankensektor ist trotz anhaltender Herausforderungen wieder auf dem Wachstumspfad, lautet das Fazit des Bankenbarometers 2018 der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg). Damit er dort bleibt, sollten die Rahmenbedingungen verbessert werden, fordert der SBVg.

 

 

Dem von der SBVg erstellten Bankenbarometer 2018 zufolge haben die Banken in der Schweiz 2017 einen Jahresgewinn von insgesamt 9,8 Milliarden Franken realisiert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 24 Prozent. Die von den insgesamt 253 Banken in der Schweiz verwalteten Vermögen stiegen im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand von 7,29 Billionen Franken an. 

„Die Zeichen stehen wieder auf Wachstum, auch wenn das gegenwärtige Umfeld von Unsicherheiten geprägt ist“, wird August Benz, stellvertretender CEO der Bankiervereinigung und Leiter Private Banking & Asset Management, in der Mitteilung zitiert. „Laut unserer Umfrage rechnen rund ein Drittel der befragten Banken noch in diesem Jahr mit einer verbesserten Beschäftigungslage.“ 

Die aggregierte Bilanzsumme des Schweizer Bankensektors legte 2017 um 4,8 Prozent auf 3,25 Billionen Franken zu. Das Hypothekargeschäft wuchs um 2,7 Prozent und bleibt laut SBVg „ein wichtiges Standbein für die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz“. Im internationalen Privat Banking-Geschäft ist die Schweiz laut Mitteilung „trotz verschärfter regulatorischer Rahmenbedingungen und anhaltendem Niedrigzinsumfeld“ weiterhin Weltspitze. 

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Banken zu sichern, fordert die SBVg weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen, insbesondere „die Abschaffung der Stempelabgabe, eine Reform der Verrechnungssteuer und die Verbesserung des EU-Marktzugangs“ ein. hs 

 

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