Wirtschaftswachstum flacht ab

 

 

Zürich - Das KOF-Konjunkturbarometer ist im August auf einen Stand knapp über dem langfristigen Mittelwert gefallen. Die KOF geht daher von einem Ende des überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums aus. Es sollte auf den Durchschnitt der letzten zehn Jahre zurückfallen.

 

 

Einer Mitteilung der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zufolge ist das von der KOF monatlich erstellte Konjunkturbarometer im August gegenüber dem Vormonat um 1,4 Punkte auf den Stand von 100,3 Zähler abgerutscht. Gleichzeitig korrigierten die Analysten den Juliwert des Barometer von 101,1 Punkten aus der Erstveröffentlichung auf 101,7 Punkte nach oben. 

Mit 100,3 Punkten liege das Barometer für August nur noch „ganz geringfügig über dem langfristigen Mittelwert“, schreiben die Konjunkturforscher in der Mitteilung. Sie erwarten daher, dass die durch deutlich überdurchschnittliche Werte gekennzeichnete Höhenphase des Barometers zu Ende ist. Statt dessen dürfte die Schweizer Wirtschaft in der näheren Zukunft mit Raten „in der Grössenordnung des Durchschnitts der letzten zehn Jahre“ wachsen. 

Die stärksten Beiträge zum Rückgang des Barometers im August machen die Analysten bei den Indikatoren aus Industrie und Exportwirtschaft aus. Der inländische Konsum leistete dagegen einen positiven Beitrag zum Barometer. Finanzsektor und Bauwirtschaft liessen keine signifikante Veränderung gegenüber den Juliwerten erkennen. 

Innerhalb des Industriebereichs machen die Analysten „deutlich negative Signale“ aus den Bereichen Metall- und Nahrungsmittelindustrie sowie aus den unter dem Titel sonstige Industrie zusammengefassten Branchen aus. Hier wurde vor allem die Produktion pessimistischer beurteilt als im Vormonat. Die Indikatoren aus Maschinenbau, Chemie- und Papierindustrie wiesen im August hingegen nach oben. hs

 

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