Schweizer KMU ziehen ausländische Investoren an

 

 

Zürich - Ausländische Investoren kauften im ersten Semester 2018 fast 40 Prozent mehr Schweizer KMU als in der Vorjahresperiode. Die Firmenkäufe durch Schweizer KMU gingen im Berichtszeitraum dagegen zurück. Dies zeigt eine aktuelle Analyse von Deloitte.

 

 

Einer Mitteilung von Deloitte zur jüngsten KMU M&A-Analyse des Beratungsunternehmens zufolge gingen im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 40 Schweizer KMU in ausländischen Besitz über. Gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode entspricht dies einem Anstieg um knapp 38 Prozent. Die meisten Käufer stammten aus Europa, während chinesische Investoren zurückhaltender als im Vorjahr agierten.

„Der Anstieg bei den Verkäufen ins Ausland ist eindeutiges Zeichen für die Stärke und Attraktivität der Schweizer KMU“, wird Jean-François Lagassé, Partner Financial Advisory bei Deloitte Schweiz, in der Mitteilung zitiert.  KMU, die sich „in Nischenmärkten bedeutende Positionen erarbeitet und sich international gut vernetzt“ haben, seien „begehrte Ziele, sei es für Finanzinvestoren oder für Unternehmen aus derselben Branche“. 

Die Einkäufer zeigten sich im Berichtszeitraum insbesondere an Schweizer KMU im Industriesektor interessiert. Hier wechselten 22 Unternehmen den Besitzer. In den Bereichen Dienstleistungen und Konsumgüter wurden 16 beziehungsweise 14 Transaktionen getätigt. 

Die Einkaufstouren Schweizer KMU im In- und Ausland fielen dagegen weniger ergiebig aus als im ersten Vorjahressemester. Zwischen Januar und Juni 2018 wurden 29 Objekte in der Schweiz und 31 Unternehmen im Ausland von Schweizer KMU erworben. Im ersten Semester 2017 waren insgesamt fünf Übernahmen mehr verzeichnet worden. hs

 

NEWS

© Copyright 2015 - swissprofessionalmedia AG