Oerlikon verschiebt Börsengang

 

 

Pfäffikon SZ - Oerlikon wird seine Getriebesparte nicht wie geplant am 11. Juli an die Börse bringen. Der Technologiekonzern begründet dies mit einem ungünstigen Kapitalmarktumfeld. Die Kotierung soll zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

 

 

Oerlikon hat den Börsengang von seiner Getriebesparte auf unbestimmte Zeit verschoben. „Die seit Beginn der Book Building Phase deutlich erhöhte Volatilität und die daraus resultierende Stimmung an den Kapitalmärkten bietet kein optimales Umfeld für eine erfolgreiche Kotierung des Segments Drive Systems“, begründet der Technologiekonzern den Entschluss in einer Mitteilung.

Mitte Juni hatte Oerlikon seinen Entschluss kommuniziert, 87 Prozent der Anteile an seiner Getriebesparte unter dem Namen GrazianoFairfield an die Schweizer Börse zu bringen. Der Technologiekonzern wolle sich in Zukunft stärker auf die beiden übrigen Geschäftsbereiche Oberflächentechnologien und Chemiefaseranlagen konzentrieren, führte Oerlikon damals als Begründung an. Ende Juni war dann die Ausgabepreisspanne auf 48 bis 62 Franken pro Aktie konkretisiert worden. Der erste Handelstag an der SIX Swiss Exchange sollte am 11. Juli stattfinden.

Auf die Strategie des Unternehmens werde die Entscheidung, den Börsengang zu verschieben, keinen Einfluss haben, schreibt Oerlikon in der Mitteilung. „Wir investieren in unsere Segmente Surface Solutions und Manmade Fibers, um das organische Wachstum zu beschleunigen und mit gezielten Akquisitionen unsere Marktposition zu stärken“, wird Oerlikon-CEO Roland Fischer dort zitiert. Der Börsengang der Getriebesparte soll „zu einem späteren Zeitpunkt in einem verbesserten Marktumfeld“ wieder aufgenommen werden. hs 

 

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