Pharmakonzerne müssen neue Geschäftsmodelle entwickeln

 

 

Zürich - Die Umsätze der Pharmakonzerne basieren zunehmend auf Blockbuster- und Krebsmedikamenten, hat eine Studie von EY herausgefunden. Die Gewinnmargen der Branche stehen zunehmend unter Druck. Abhilfe könnte ein Ausbau von Gesundheits-IT-Lösungen bieten.

 

 

Das Umsatzwachstum von Pharmakonzernen wird zunehmend von Blockbuster-Medikamenten und neuen Wirkstoffen gegen Krebs getragen, schreibt EY in einer Mitteilung. Das Beratungsunternehmen hat in einer Studie die Finanzkennzahlen der 21 grössten Pharmaunternehmen der Welt analysiert. Den Ergebnissen zufolge sind die Umsätze dieser Konzerne 2017 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf 520,4 Milliarden Franken gestiegen. Die Umsätze mit Blockbuster-Medikamenten legten dabei stark überdurchschnittlich um 3 Prozent auf 312,4 Milliarden Franken zu. Gleichzeitig wurde mit 160,0 Milliarden jeder dritte Franken Umsatz mit neuen Krebsmedikamenten gemacht. 

„Bei den Krebsmedikamenten und Blockbustern besteht eine zunehmend grössere Abhängigkeit der Pharmakonzerne“, kommentiert Paolo Prisco, der Marktsegmentleiter Life Sciences Schweiz bei EY, die Zahlen in der Mitteilung. Um dieser Abhängigkeit und dem Margendruck begegnen zu können, müssten die Konzerne „Innovationen noch stärker fördern und komplett neue Ökosysteme aufbauen“, rät Prisco. 

Bei der Nutzung der neuen Technologien bekommen die etablierten Konzerne allerdings zunehmend die Konkurrenz von Life-Science-Start-ups zu spüren. Hier sollten Pharmakonzerne Innovationen auch selbst entwickeln, anstatt sie nur von ausserhalb der Branche zu übernehmen, rät EY. Als erfolgreiches Beispiel dafür wird in der Mitteilung der Konzern Roche angeführt, „der ein ausgeklügeltes Ökosystem aufgebaut hat und damit den Diabetesmarkt stark kontrolliert“. hs

 

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