HTW Chur publiziert Leitfaden für exportierende KMU

 

 

Chur - Die meisten KMU kennen sich in den rechtlichen Regelungen für Exportbewilligungen nicht umfassend aus. Ein von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Chur entwickelter Leitfaden soll Verstösse gegen eine Exportbewilligungspflicht vermeiden helfen.

 

 

Das Schweizerische Institut für Entrepreneurship (SIFE) der HTW Chur hat im Rahmen eines von der Innosuisse finanzierten Projekts den Kenntnisstand von Schweizer KMU im Bereich Exportbestimmungen ausgelotet, informiert die HTW Chur in einer Mitteilung. Dazu wurden 364 im Aussenhandel tätige Unternehmen der deutsch- und französischsprachigen Schweiz befragt. 

Den Ergebnissen zufolge schätzten 62 Prozent der Befragten ihre potenzielle Exportbewilligungspflicht falsch ein. Sie riskieren damit, beim Exportieren ihrer Produkte Gesetze zu verletzen. Solche Gesetzesverstösse schaden der Reputation des Unternehmens und können darüber hinaus zu empfindlichen Bussen oder sogar zum Marktausschluss führen.

Umgekehrt führe „fundiertes Wissen über rechtliche Bestimmungen“ im Falle von gelockerten Exportbestimmungen „zu attraktiven Marktchancen“, heisst es weiter in der Mitteilung. Um Schweizer KMU das Agieren auf dem Weltmarkt zu erleichtern, wird das SIFE daher einen Teil seiner in den Befragungen gewonnenen Erkenntnisse „allen auslandsorientierten Schweizer Unternehmen in Form eines Leitfadens kostenlos zur Verfügung“ stellen.

Im Leitfaden werden die vier entscheidenden „W-Fragen“ anhand eines fiktiven Beispielunternehmens beantwortet, erläutert die Hochschule in der Mitteilung. Schritt für Schritt wird so geprüft, was und wohin exportiert werden soll, wer in den Handel involviert ist und wofür die exportierten Güter oder Technologien dienen sollen. hs

 

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