ChemChina will Beteiligung an Mercuria aufstocken

 

 

Genf - Der chinesische Staatskonzern ChemChina will wieder in der Schweiz investieren und seine Anteile am Genfer Rohstoffhändler Mercuria erhöhen. Erst im vergangenen Jahr hat er die Basler Agrochemiegruppe Syngenta erworben.

 

ChemChina will seine im Jahr 2016 erworbene Beteiligung an Mercuria von 12 Prozent erhöhen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Wie viel genau zugekauft wird, wird aus der Mitteilung nicht bekannt. Im Gegenzug werde sich Mercuria an den chinesischen Raffinerien von ChemChina und an dessen Handelsgesellschaften ausserhalb Chinas beteiligen. Von der Transaktion erwartet Mercuria nach eigenen Angaben einen besseren Zugang zum chinesischen Raffineriemarkt.

ChemChina hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Zukäufe im Ausland getätigt. Unter anderen hat der Konzern im vergangenen Jahr die Basler Agrochemiegruppe Syngenta für rund 43 Milliarden Dollar erworben. Er hatte zuvor etwa auch die italienische Reifenfirma Pirelli und den deutschen Spezialmaschinenbauer KraussMaffei übernommen. Seither gilt der Konzern aber als verschuldet. Erst in der vergangenen Woche hat Syngenta Anleihen in Millionenhöhe ausgegeben, damit sich ChemChina refinanzieren kann. ssp

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