Schweizer Detailhandel kommt auch im ersten Semester 2017 nicht vom Fleck

Der Schweizer Detailhandel verzeichnete im ersten Halbjahr 2017 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode ein leichtes Minus von 0,1 Prozent. Die frühen sommerlichen Temperaturen bescherten vor allem dem Freizeitmarkt (Sport- und Spielwaren) sowie dem Do-it-yourself-Bereich positive Umsatzentwicklungen. Im zweiten Halbjahr könnten die Umsätze im Schweizer Detailhandel wieder nach oben gehen, wie aus dem aktuellen «Markt Monitor Schweiz» des Marktforschungsinstituts GfK Switzerland hervorgeht.

Bild: Robert Altermatt

Die Verkäufe der Detailhändler in der Schweiz gingen im ersten Semester um vergleichsweise «milde» 0,1 Prozent zum Vorjahr zurück. Dabei konnte sich der Lebensmittelhandel mit einem Pari zum Vorjahr erneut etwas besser behaupten als der Non-Food-Handel, der gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 ein Minus von 0,3 Prozent verzeichnete.

Laut GfK könnten im zweiten Halbjahr 2017 die Umsätze im Schweizer Detailhandel an Boden gut machen. Im Juni 2017 betrug die Teuerung gegenüber dem Vorjahresmonat 0,2 Prozent. Für das Jahr 2017 prognostiziert das Bundesamt für Statistik eine Teuerung von 0,5 Prozent. Damit könnte die seit fünf Jahren anhaltende negative Preisentwicklung enden, so GfK.

Laut Thomas Hochreutener vom Marktforschungsinstitut GfK Switzerland AG zeigten die Teilmärkte im Non-Food-Segment unterschiedliche Tendenzen. Sein Fazit:

  • Sport- und Spielwaren sind mit einem Plus von 6,5 Prozent die Gewinner im ersten Halbjahr 2017
  • Ebenfalls im Plus ist der Sektor Do-It-Yourself und Garten, bei dem u.a. auch die sommerlichen Temperaturen das Geschäft ankurbelten
  • Der Bereich Mode (Fashion/Style) erholt sich langsam und fasst allmählich wieder Tritt, wobei das Vorjahresergebnis bei einem starken Minus lag
  • Das Wachstum im Online-Handel hält an, währenddessen im stationären Handel zum Teil weiterhin Verkaufsstellen geschlossen werden.

Ausgewertet wurden von GfK die Zahlen der 40 grössten Schweizer Detailhändler. Diese erzielen rund 50 Prozent des gesamten Detailhandelsumsatzes. Nicht integriert ist der Fachhandel.

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