Ramseier Suisse mit rückläufigem Umsatz in 2016

Die zum Fenaco-Landwirtschaftskonzern gehörende Getränkeherstellerin Ramseier Suisse SA mit Hauptsitz im luzernischen Sursee verzeichnete im vergangenen Jahr 2016 zwar einen Umsatzrückgang um 5 Prozent auf 149.5 Millionen Franken. Dennoch sieht Ramseier-Suisse-CEO Christian Consoni sein Unternehmen auf Kurs.

Bild: Ramseier Suisse AG

Die Ramseier Suisse AG, die grösste Schweizer Obstverarbeiterin, investierte 2016 an ihrem Sitz in Sursee 27 Millionen Franken in den Ausbau und die Modernisierung der Produktion und der Logistik. Wie CEO Christian Consoni erklärte, seien die Rahmenbedingungen im hart umkämpften Getränkemarkt für die Ramseier Suisse AG auch im Jahr 2016 herausfordernd gewesen. Dem anspruchsvollen Marktumfeld zum Trotz hat sich das Schweizer Traditionsunternehmen klar zum Produktionsstandort Schweiz bekannt und kräftig investiert.

Für insgesamt CHF 27 Millionen Franken wurde 2016 in Sursee eine neue PET-Anlage erstellt sowie zwei neue Weichverpackungsanlagen gebaut. Damit straffte Ramseier Suisse Prozessabläufe und zentralisierte die Produktion an ihrem Hauptsitz. Der Produktionsstandort in Kiesen im kanton Bern wird Ende März 2017 endgültig geschlossen. Dank der Investitionen und der dadurch erzielten Effizienzsteigerung habe man die finanzielle Zielsetzung erreichen können, erklärte Consoni weiter. Und dies trotz des Umsatzrückgangs von 5 Prozent auf 149.5 Millionen Franken. Consoni: «Wir haben viel in unsere Infrastruktur investiert. Dies ist nötig, damit wir uns als KMU in diesem dynamischen Marktumfeld weiterhin behaupten können.»

Stagnation und Wachstum
Den Umsatzrückgang führt das Unternehmen primär auf den Rückgang an Handelsmarken-Aufträgen zurück. Auch in den Geschäftsfeldern Gastronomie und Detailhandel weist das Unternehmen ein Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau aus. Deutlich geringere Kundenfrequenzen und strukturelle Veränderungen im Gastronomiemarkt seien hier der Hauptgrund. Während das Markengeschäft mit den Traditionsmarken Sinalco und Elmer Citro – wie die Markt-Gesamtsegmente Orange und Citro generell – stagniert und leicht unter Vorjahresniveau bilanziert, wächst die Marke Ramseier wie auch das Convenience-Geschäft weiter an. «Natürliche Getränke mit Schweizer Rohstoffen liegen weiterhin im Trend. Insbesondere bei der Marke Ramseier und der Ramseier Schorle im Speziellen ist die zunehmende Nachfrage stark spürbar», konstatierte Consoni. Weiter erklärte er: «Wir werden darum auch 2017 ein neues Produkt lancieren, als Ergänzung zur überaus erfolgreichen Ramseier Schorle.»

Elmer feiert im Juni Jubiläum und investiert
Gesamthaft hat die Ramseier Suisse AG in den vier Schweizer Produktionsbetrieben über 183 Millionen Einheiten (2015: 189 Millionen Einheiten) hergestellt und 41‘000 Tonnen Obst verarbeitet (2015: 42‘000 Tonnen Obst). Das Mosten, also die Mostobstverarbeitung bis zur Veredelung zu Premiumprodukten, ist eine Kernkompetenz von Ramseier. Jährlich verarbeitet das Unternehmen mehr als die Hälfte der gesamten Schweizer Mostobsternte.

Neben der Produktion von Obst- und Fruchtsaftgetränken führt das Schweizer Unternehmen Ramseier Suisse AG auch die Traditionsmarke Elmer. Die Produkte Elmer Citro und Elmer Mineral werden direkt im Dorf Elm im Glarnerland produziert und abgefüllt. Ramseier investiert 9 Millionen Franken in die Modernisierung der Abfüllinfrastruktur. «Die Modernisierung des Betriebs wird im Frühling abgeschlossen sein und kann pünktlich zum 90-Jahre-Jubiläum von Elmer Citro im Juni feierlich eröffnet werden», so Consoni.

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