Novartis verbucht Erfolg mit Krebsmedikament

18.04.2017

Basel - Die US-Gesundheitsbehörde hat Novartis den Status Therapiedurchbruch für den Produktkandidaten CTL019 erteilt. Das Basler Pharmaunternehmen gibt ausserdem die Vertiefung der Forschungszusammenarbeit mit Allergan bekannt.

 

Das Novartis-Mittel CTL019 hat den Status Therapiedurchbruch zur Behandlung von Patienten mit wiederkehrendem diffusem grosszelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) erhalten, bei denen mindestens zwei Therapien nicht gewirkt haben. Beim DLBCL handelt es sich um eine aggressive Krebsart, bei der es bisher nur wenige Behandlungsmöglichkeiten gibt, schreibt Novartis in einer Mitteilung.

CTL019 hat den Status Therapiedurchbruch damit in einer zweiten Indikation erhalten. Die FDA hatte diesen Status auch bei der Behandlung von Kindern und jungen Erwachsenen mit akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) zugesprochen. Ende März hatte die Behörde dieser CAR-T-Zelltherapie zudem auch ein beschleunigtes Zulassungsverfahren erteilt. Im Gegensatz zu bisherigen Therapien wird diese für jeden Patienten individuell hergestellt. Dazu entnehmen Ärzte T-Zellen von Patienten, modifizieren sie und injizieren sie den Patienten zurück. Diese modifizierten Zellen sollen Krebs wirkungsvoller bekämpfen können.

Der Wirkstoff CTL019 wurde den Angaben von Novartis zufolge zuerst an der University of Pennsylvania entwickelt. Ab 2012 wurde er von Novartis und der Universität gemeinsam weiterentwickelt. Die Rechte an der CAR-T-Zelltherapie, die aus der Zusammenarbeit entstanden ist, hält Novartis.

Um eine Zusammenarbeit geht es auch in einer zweiten aktuellen Mitteilung von Novartis.  In dieser gibt das Unternehmen die Vertiefung der Forschungskooperation mit dem US-Konzern Allergan bekannt. Die beiden Firmen entwickeln gemeinsam einen Wirkstoff gegen die Krankheit NASH (non-alcoholic steatohepatitis). Dabei handelt es sich um eine progressive Form einer nicht durch Alkohol bedingten Verfettung der Leber. ssp

 

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