Generika-Hersteller fordern europäische Harmonisierung

20.03.2017

Brüssel - Die konsequente Nutzung von Generika und Biosimilars könnte dem europäischen Gesundheitssystem viele Milliarden Euro sparen. Doch die nationalen Behörden legten den Herstellern Hindernisse in den Weg, sagt ihr oberster Interessenvertreter Jacek Glinka in einem Interview.

Das europäische Gesundheitswesen könnte allein mit dem konsequenten Einsatz von Biosimilars bis zu 40 Milliarden Euro sparen, sagt Jacek Glinka. „Sieben der zehn teuersten Präparate, die zusammen 30 bis 40 Prozent aller Ausgaben umfassen, sind Bio-Arzneimittel“, sagt der Vorsitzende von Medicines for Europa, der Interessenvertretung der Hersteller von Generika und Biosimilars, in einem Interview mit der Plattform euactiv. „Und jedes dieser sieben Produkte hat einen Biosimilar-Konkurrenten.“ Entsprechend gross sei die mögliche Sparwirkung der Nachahmerprodukte von Biopharmazeutika. Schon heute ermögliche die Generikaindustrie in Europa Einsparungen in Höhe von 100 Milliarden Euro.

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