Swiss kommt um Busse im Luftfrachtkartell herum

17.03.2017

Brüssel - Die EU-Kommission wirft zwölf Luftfrachtunternehmen vor, ein Preiskartell gebildet zu haben. Elf davon zahlen Bussen von insgesamt 776 Millionen Euro. Die Lufthansa und ihre Tochter Swiss kommen dank der Kronzeugenregelung ohne Busse davon.

Die EU-Kommission geht gegen die Mitglieder ein Dutzend Luftfrachtunternehmen vor, denen sie Preisabsprachen vorwirft. Die Unternehmen hätten sich von 1999 bis 2006 an diesen Absprachen beteiligt, die sowohl zwischen einzelnen als auch zwischen mehreren Beteiligten vorgenommen worden seien. Die Absprachen hätten die Treibstoffhöhe und die Sicherheitszuschläge betroffen. Nun sollen die Unternehmen insgesamt 776 Millionen Euro an Bussen zahlen, wie die EU-Kommission mitteilt. Die höchste Busse muss Air France mit 183 Millionen Euro zahlen, gefolgt von ihrer heutigen Tochtergesellschaft KLM mit 127 Millionen. An dritter und vierter Stelle kommen British Airways mit 104 Millionen und Cargolux mit 80 Millionen Euro.

Lufthansa und ihre Tochter Swiss kommen dank der Kronzeugenregelung ungeschoren davon. Ihnen wird die Busse erlassen. Sie hätten das Kartell der EU-Kommission gemeldet und „wertvolle Informationen“ geliefert.

NEWS

© Copyright 2015 - swissprofessionalmedia AG